Wolf System: Komplexität in der Baubranche im Griff

Das Unternehmen

Mit rund 3.500 Mitarbeitenden und über 30 Standorten weltweit zählt Wolf System zu den leistungsstärksten Betrieben der Baubranche. Das Unternehmen begleitet seine Projekte von der Planung über die Produktion bis zur Ausführung und bietet seinen Kunden damit eine außergewöhnlich hohe Fertigungstiefe. Um die wachsende Produktkomplexität im Vertrieb zu beherrschen, setzt Wolf System seit über 25 Jahren auf camos als Partner für einen effizienten Vertriebsprozess.

  • Unternehmen: Wolf System GmbH
  • Standort: Osterhofen (Hauptsitz)
  • Portfolio: Baugewerbe (Stahl-, Agrar-, Industrie-, Haus- und Behälterbau)
  • Internet: www.wolfsystem.de

Highlights

  • Etablierte Angebotslösung: Rund 260 Anwender nutzen die camos Software für die Konfiguration und Angebotserstellung im Gebäude- und Behälterbau. So entstehen jährlich etwa 18.000 Angebote.
  • Zeitgewinn im Angebotsprozess: Die Zeit für die Angebotserstellung konnte je nach Komplexität auf ca. 30 Minuten reduziert werden. Früher haben die Fachberater dafür häufig einen vollen Arbeitstag benötigt. 
  • Hoher Qualitätsstandard: Konfigurationsregeln stellen sicher, dass alle Angebote ausschließlich technisch gültige Produktkombinationen enthalten. Gleichzeitig sorgen standardisierte Texte und Layouts dafür, dass alle Dokumente der Corporate Identity entsprechen und auch formal und rechtlich korrekt sind.

Früher dauerte die Angebotserstellung mindestens drei Stunden bis zu einem vollen Arbeitstag – mit Excel, Word und einem separat gezeichneten Plan. Heute schaffen wir das in rund 30 Minuten, je nach Komplexität.

Rudolf Baumgartner, IT-Leiter, Wolf System GmbH

Wie Wolf System seinen Angebotsprozess standardisiert und skaliert

Ziele

  • Wolf System wollte einen effizienten, fehlerfreien und standardisierten Angebotsprozess etablieren.
  • Die Lösung sollte die Konfiguration und Kalkulation komplexer Gebäude- und Behältervarianten regelbasiert abbilden und konsistente Angebote ermöglichen.
  • Es sollte eine zukunftsfähige Grundlage geschaffen werden, die in der Lage ist, sich immer wieder an neue Produkte und Anforderungen anzupassen.
     

Ergebnisse

  • Rund 260 Anwender nutzen die camos Software heute als zentrales Werkzeug für die Konfiguration und Angebotserstellung im Gebäude- und Behälterbau.
  • Die Zeit für die Angebotserstellung konnte je nach Komplexität auf rund 30 Minuten reduziert werden. Früher haben die Fachberater dafür häufig einen vollen Arbeitstag benötigt.
  • Wolf System hat auf Basis der camos Software ein tragfähiges Framework für ca. 18.000 Angebote pro Jahr aufgebaut.
     

Wolf System: Individuelle Bauprojekte statt Standardlösungen

Wolf System ist breit aufgestellt. Das Unternehmen ist im Agrar-, Stahl-, Gewerbe- und Industriebau sowie im Behälter- und Hausbau tätig. Dieses große Leistungsspektrum ist ein klarer Marktvorteil, stellt den Vertrieb jedoch auch vor eine anspruchsvolle Aufgabe: Angebote müssen sehr unterschiedliche Produkte, Einsatzorte und technische Anforderungen abbilden.

Gerade im Bauumfeld gilt: Kein Projekt gleicht dem anderen. Rudolf Baumgartner, IT-Leiter bei Wolf System, beschreibt die Ausgangslage wie folgt: „Wir bauen keine standardisierten Typenhallen, sondern realisieren Gebäude in verschiedensten Dimensionen, Ausprägungen und unter sehr unterschiedlichen Standortbedingungen.“ All das wirkt sich direkt auf die Konfiguration und Preisbildung aus. 

Ausgangslage: Angebotsprozesse über mehrere Systeme verteilt

Vor der Einführung von camos als zentrales Angebotstool war der Angebotsprozess auf mehrere Systeme verteilt. Im Einsatz waren ein CRM-System, Excel und Word sowie ein datenbankgetriebenes Produktkonfigurationstool. Bei Bedarf kam noch ein CAD-Programm für die Visualisierung hinzu. Dieser Prozess war über Jahre gewachsen und wurde zunehmend schwer zu steuern.

Insbesondere bei komplexen Angeboten führte dies zu Medienbrüchen und hohem Abstimmungsaufwand. Versionen von Dokumenten und Kalkulationen waren schwer nachvollziehbar, Preislisten und Produktvarianten mussten regelmäßig aktualisiert werden. Gleichzeitig stieß die Produktlogik an ihre Grenzen. Technische Abhängigkeiten und Varianten ließen sich nur noch eingeschränkt abbilden und der Pflegeaufwand wurde mit wachsender Produktkomplexität einfach zu hoch.

Um Konfiguration, Kalkulation und Angebotserstellung langfristig strukturiert umzusetzen, entschied sich Wolf System für die Einführung von camos CPQ. 

Komplexität in Konfiguration und Kalkulation beherrschen

Wolf System setzt die camos Lösung im Gebäude- und Behälterbau ein, um die hohe Variantenvielfalt systematisch abzubilden. Konfiguriert werden unter anderem die komplette Gebäudehülle, Unterbauten und verschiedene Behälterlösungen. Dabei müssen zahlreiche technische Abhängigkeiten berücksichtigt werden. Bereits kleine Änderungen in der Auslegung können Restriktionen auslösen und sich massiv auf Konstruktion und Preise auswirken.

So hat zum Beispiel ein identisches Gebäude je nach Einsatzort ganz unterschiedliche Anforderungen – etwa durch abweichende Wetter- und Belastungsbedingungen. Diese Unterschiede beeinflussen wiederum unmittelbar die Materialwahl, die statische Auslegung und somit auch Kalkulation. 

Nahtlose Integration in bestehende Systeme

Um den kompletten Prozess effizient und möglichst automatisiert zu gestalten, ist die camos Lösung vollständig in die bestehende Systemlandschaft integriert. Sie greift auf CAD-Daten und Produktkataloge zurück und ist mit dem eigenentwickelten ERP-System verbunden. 

Fachberater können dadurch Angebote strukturiert erfassen, Varianten kalkulieren und Kunden deutlich schneller erste Unterlagen bereitstellen. Dazu gehört auch ein Entwurfsplan, der direkt mit dem Angebot ausgegeben werden kann. Gerade im Wettbewerb ist das von Vorteil, da viele Anbieter diesen Detaillierungsgrad in einer so frühen Phase nicht erreichen.

Angebote in 30 Minuten statt acht Stunden

Der sichtbarste Effekt der CPQ-Einführung ist die deutlich schnellere Arbeitsweise. Baumgartner beschreibt den Unterschied sehr konkret: „Früher dauerte die Angebotserstellung mindestens drei Stunden bis zu einem vollen Arbeitstag – mit Excel, Word und einem separat gezeichneten Plan. Heute schaffen wir das in rund 30 Minuten, je nach Komplexität.“

Dahinter steht jedoch nicht nur der Zeitgewinn, sondern vor allem ein höherer Qualitätsstandard im Angebotsprozess: Konfigurationsregeln und Preisänderungen werden nur noch einmal zentral gepflegt und automatisch in allen Angeboten berücksichtigt. Dadurch sind nur noch technisch gültige Produktkombinationen möglich, Mengen werden konsistent ermittelt und Preise transparent und nachvollziehbar berechnet. Gleichzeitig stellen standardisierte Texte, Zahlungsbedingungen und Layouts sicher, dass alle Angebote der Corporate Identity entsprechen und auch formal und rechtlich korrekt sind.

Der Nutzungsumfang verdeutlicht, wie etabliert und akzeptiert die Lösung im Alltag ist: Rund 260 Anwender erstellen mit camos CPQ heute etwa 18.000 Angebote pro Jahr. Für Wolf System ist das ein klarer Beleg dafür, dass sich die Investition in eine langfristig tragfähige CPQ-Struktur ausgezahlt hat.

Eigenständig weiterentwickelt – mit klarer Perspektive

Wolf System hat die camos Lösung nach der Einführung über viele Jahre lang ausgebaut und weitergeführt. Dies war möglich, da die Lösung offen genug ist, um die Besonderheiten des Geschäftsmodells abzubilden.

Zugleich sieht Wolf System die Entwicklung nicht als abgeschlossen an. Themen wie die Ermittlung des CO₂-Fußabdrucks von Produkten stehen bereits auf der Agenda für den neuen Angebotsprozess. Die camos Lösung hat sich somit zu einer zentralen Plattform entwickelt, mit der Wolf System neue Anforderungen konsequent in seine Vertriebsprozesse integriert.

Der Erfolg dieses Ansatzes basiert maßgeblich auf dem Zusammenspiel aller Beteiligten. Ein Gedanke, der sich auch im Leitspruch des Unternehmensgründers Johann Wolf wiederfindet: „Was wir auch tun und somit schaffen – nur das gute Zusammenwirken aller Beteiligten macht es möglich!“ Genau das spiegelt auch diese Erfolgsgeschichte wider: Fachlichkeit, Ausdauer und eine klare gemeinsame Richtung.

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